Keine Kurzschlussreaktion

Repower-Chef wegen Öko-Strom-Förderung zuversichtlich

Repower-Chef Fritz Vahrenholt warnte die CDU davor, im Falle eines Wahlsieges im September die Energiepolitik in die Hände der Stromkonzerne zu legen. Zudem sagte er, die Streichung der Förderung erneuerbarer Energien sei eine "sehr törichte Kurzschlussreaktion". Und er sprach sich für eine Laufzeitenverlängerung aus.

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Berlin (ddp/sm) - Der Chef des Windkraft-Unternehmens Repower, Fritz Vahrenholt, hofft auf die Förderung alternativer Energien auch durch eine unionsgeführte Bundesregierung. "Auch der Opposition ist klar, dass eine Ende der Förderung ihre eigene Klientel treffen würde", sagte Vahrenholt der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). "Schließlich verdanken viele Landwirte der Windenergie und der Biomasse eine zweite Rente."

Vahrenholt warnte die CDU davor, im Falle eines Wahlsieges im September die Energiepolitik in die Hände der Stromkonzerne zu legen. "Die müssen vor allem an ihre Quartalszahlen denken und orientieren sich daher nicht unbedingt am langfristigen Wohl des Landes", sagte der Repower-Chef und frühere Hamburger SPD-Umweltsenator.

Vahrenholt plädierte zudem für eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. "Wenn die Restlaufzeiten um fünf bis acht Jahre verlängert würden, stünden wettbewerbsfähige Alternativen wie Windenergie oder kohlendioxidfreie Kohlekraftwerke zur Verfügung", sagte er. In ein paar Jahren sei die Windenergie wettbewerbsfähig. "Schon bald wird die Windkraft den steigenden Preis der konventionellen Energieträger unterbieten können", sagte Vahrenholt.

"Spätestens 2013 werden wir die Billigmacher sein." Eine Streichung der Förderung wäre daher eine sehr törichte Kurzschlussreaktion. Die Förderung des Solarstroms mit 55 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom sei dagegen zu hoch, sagte Vahrenholt.