In Hamburg

Reparaturen an Stromleitungen nach Tornado beendet

Etwa sieben Wochen nach einem Tornado im Hamburger Stadtteil Harburg sind die Reparaturarbeiten an den Stromleitungen abgeschlossen. 34 Kilometer Leitungen für die Hochspannung (110 000 Volt) und die Höchstspannung (380 000 Volt) seien komplett ausgetauscht worden, teilte Vattenfall mit.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Bereits am Wochenende wurde das Ersatzkabel, über das Harburg zwischenzeitlich mit Strom versorgt worden war, entfernt. Die Reparatur der beim Tornado beschädigten Stromleitungen hat Vattenfall nach eigenen Angaben etwa drei Millionen Euro gekostet.

Nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 hat das Bezirksamt Harburg 150 000 Euro Hilfsgelder des Senats verteilt. Damit sei vielen kleineren Firmen und Unternehmen "schnell und unbürokratisch" geholfen werden, sagte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) dem Sender. 250 000 Euro hatte der Senat nach dem Unwetter als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Je 10 000 Euro erhielten die beiden Familien der bei dem Tornado getöteten Kranführer.

Der Tornado hatte am Abend des 27. März eine Spur der Verwüstung in Harburg hinterlassen. Dabei wurden auf einer Baustelle drei Kräne umgerissen, von denen zwei noch besetzt waren. Die beiden Kranführer wurden in die Tiefe gerissen und getötet. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Zudem wirbelte der Sturm das Blechdach einer Lagerhalle in die Luft. Große Teile des Dachs verfingen sich in 80 Metern Höhe in mehreren Freileitungen und verursachten Kurzschlüsse und Stromausfälle, von denen rund 67 100 Haushalts- und knapp 10 600 Gewerbekunden betroffen waren.