In Hamburg

Reparatur der Tornado-Schäden: Austausch der Stromleitungen beginnt

Zwei Wochen nach dem Tornado im Hamburger Süden ist mit dem Austausch der schwer beschädigten Stromleitungen begonnen worden. Rund 34 Kilometer Hochspannungsleitungen müssten im betroffenen Stadtteil Harburg ausgetauscht werden, teilte Vattenfall mit.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Die Stromversorgung der Kunden sei jedoch gesichert. hieß es weiter. Während der Arbeiten sollen die tonnenschweren Leitungen mit Winden über Seilzüge an den bis zu hundert Meter hohen Strommasten hochgezogen werden. Dazu haben Freileitungs-Monteure an den Masten Rollen angebracht und motorbetriebene Winden aufgestellt.

Die neuen Leitungen waren von einer Zulieferfirma in Sonderschichten hergestellt worden, weil die benötigten Mengen nicht vorrätig waren. Bei günstigen Wind- und Wetterverhältnissen soll die Reparatur bis Anfang Mai abgeschlossen sein.

Der Tornado hatte am Abend des 27. März eine Spur der Verwüstung in Harburg hinterlassen. Dabei wurden auf einer Baustelle drei Kräne umgerissen, von denen zwei noch besetzt waren. Die beiden Kranführer wurden in die Tiefe gerissen und getötet. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Zudem hatte der Sturm das Blechdach einer Lagerhalle in die Luft gewirbelt. Große Teile des Daches verfingen sich in 80 Meter Höhe in mehreren Freileitungen und verursachten Kurzschlüsse und Stromausfälle, von denen knapp 67 100 Haushaltskunden und etwa 10 600 Gewerbekunden betroffen waren.