Altholz-Verwertung

Remondis nimmt Biomassekraftwerk Lünen in Betrieb

Die Remondis GmbH und die STEAG Saar Energie AG haben kürzlich ein Biomassekraftwerk im nordrhein-westfälischen Lünen in Betrieb genommen. Das neue Kraftwerk wird mit Altholz betrieben und erzeugt pro Jahr mehr als 150 Millionen Kilowattstunden Strom, wie ein Remondis-Sprecher mitteilte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Lünen (ddp-nrw/sm) - Die Strommenge entspricht dem Bedarf einer Kleinstadt und reicht für die Versorgung von knapp 40.000 Einfamilienhaushalten. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 54 Millionen Euro. Die Anlage wurde in 18 Monaten errichtet.

Zur Verwirklichung des Projektes hatten die beiden beteiligten Unternehmen die gemeinsame Gesellschaft Biomassekraftwerk Lünen (BMK) gegründet. Der Standort des Kraftwerks liegt in direkter Nachbarschaft zum Remondis-Lippewerk und zum STEAG Kraftwerk Lünen. Das Lippewerk ist nach Angaben des Unternehmens das größte Zentrum für Kreislaufwirtschaft in Europa. Auf dem 230 Hektar großen Areal befindet sich unter anderem eine Holzaufbereitungsanlage, über die das Biomassekraftwerk mit Altholz versorgt wird.

Pro Jahr werden in der Anlage künftig 135.000 Tonnen Altholz aus der Region verwertet. Zuvor wird das Holz, unter anderem Holzpaletten, Altmöbel und Fensterrahmen, zerkleinert und von Fremdstoffen wie Nägeln und Scharnieren befreit. Über ein 180 Meter langes Förderband gelangt das Material in die Rostfeuerungsanlage.

Bei der Verbrennung des Holzes wird nach Angaben der beteiligten Unternehmen nicht mehr Treibhausgas freigesetzt, als die Pflanze bei ihrem Wachstum aufgenommen und gespeichert hat. Die Kohlendioxid-neutrale Verbrennung erspart der Umwelt im Vergleich zur herkömmlichen Energiegewinnung pro Jahr rund 100.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid.

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