Folgen der Hitzewelle

Rekordsommer senkt Stromerzeugung in Laufwasserkraftwerken

In Baden-Württemberg wurden von Januar bis September des vergangenen Jahres zwei Prozent mehr Strom erzeugt als im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2002. Die Hitzewelle des Sommers sorgte jedoch dafür, dass weniger Strom in Laufwasserkraftwerken erzeugt werden konnte - die Wasserstände waren vor allem im Spätsommer viel zu niedrig.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres wurden in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung Baden-Württembergs 48,9 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt - knapp zwei Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Bedeutung der einzelnen Energieträger hat sich dabei kaum verändert. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden von Januar bis September 2003 etwa 57 Prozent des Stroms aus der Kernkraft gewonnen, weitere 29 Prozent aus Steinkohle und 3,8 Prozent aus Erdgas. Wichtigste erneuerbare Energiequelle im Land ist die Wasserkraft. Die Lauf- und Speicherwasserkraftwerke erzeugten 3,2 Milliarden Kilowattstunden; dies waren 6,5 Prozent der Gesamterzeugung.

Laufwasserkraftwerke nutzen die Strömung eines Flusses zur Stromgewinnung. Wie viel erzeugt wird, ist daher stark von der Wasserführung der Flüsse abhängig. Im Jahr 2003 führten ein regenarmes Frühjahr und anhaltende Hochdruckwetterlagen in den Sommermonaten zu einem erheblichen Niederschlagsdefizit. In den ersten drei Quartalen erzeugten die Laufwasserkraftwerke im Land daher 15 Prozent weniger Strom als im Jahr zuvor. Vor allem im Spätsommer wurden die Auswirkungen der niedrigen Wasserstände sichtbar. In den Monaten August und September betrug die Stromerzeugung durch Laufwasserkraftwerke nur 55 Prozent des Vorjahresniveaus.