Deutschland

Rekordgewinn beim Stromexport

Der Stromexport bescherte Deutschland im vergangenen Jahr den bisher höchsten Gewinn. Die Kilowattstunde wurde für 5,2 Cent ins Ausland verkauft. Der Preis lag damit deutlich über den Börsenpreisen. So wurde ein Überschuss von fast zwei Milliarden Euro erzielt.

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Münster (AFP/red) - Deutschland hat mit dem Export von Strom im vergangenen Jahr so viel Gewinn gemacht wie noch nie. 2013 lieferten deutsche Konzerne Strom für 3,76 Milliarden Euro in Nachbarländer, teilte am Donnerstag das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit.

5,2 Cent/kWh für Export-Strom

Abzüglich der Kosten für Stromimporte bleibe ein Rekord-Überschuss von 1,95 Milliarden Euro. Dabei hätten die Energieunternehmen Import-Strom für durchschnittlich 4,9 Cent je Kilowattstunde eingekauft. Den Export-Strom lieferten sie laut IWR indes für 5,2 Cent pro Kilowattstunde aus.

Günstiger Ökostrom teuer verkauft?

Die Export-Preise hätten damit auch deutlich über den Börsenpreisen gelegen. Einkäufer hätten den Strom am Spotmarkt, an dem auch Öko-Strom gehandelt werde, im Mittel für 3,78 Cent je Kilowattstunde eingekauft. "Es liegt zumindest die Vermutung nahe, dass auch teilweise der vom Verbraucher bezahlte EEG-Strom an der Börse von Händlern günstig eingekauft und mit erheblichen Aufschlägen ins Ausland verkauft worden ist", erklärte IWR-Direktor Norbert Allnoch. Nachweisen lasse sich das allerdings nicht, da der grüne Strom an der Börse derzeit nur herkunftsneutral, also ohne Kennzeichnung, vermarktet werden dürfe.

Quelle: AFP