Mit Augenmaß

Regulierung: Bayrische Versorger erwarten Bewährungsprobe

"Die Leistungsfähigkeit und die bürgernahe vielfältige Struktur der bayerischen Stromversorgung darf der Regulierung nicht zum Opfer fallen." Das forderte Herbert Dombrowsky, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) auf einem Energieforum in Bamberg.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bamberg (red) - Das neue energiepolitische Gesamtkonzept der Bundesregierung müsse Rahmenbedingungen schaffen, die weiterhin eine verbrauchsnahe Stromerzeugung in Bayern ermöglichen, führte er aus. Auch Wirtschaftsminister Erwin Huber unterstrich in seiner Rede die Notwendigkeit einer "Regulierung mit Augenmaß".

Die Elektrizitätswirtschaft sieht in der Regulierung dennoch eine Chance zur Stärkung der Transparenz und des Vertrauens in den Netzbetrieb, stellte Dr. Peter Deml, Mitglied des VBEW-Vorstands, auf der Podiumsdiskussion klar. Damit der in Bayern verbrauchte Strom auch weiterhin in Bayern erzeugt wird, müsse auch in Zukunft ein ausgewogener Mix an Primärenergiequellen genutzt werden, erklärte Dombrowsky weiter. Die Kernkraftwerke müssten deshalb bis zum Ende ihrer Lebensdauer genutzt, Erzeugungspotentiale der Wasserkraft erhalten und ausgebaut und die erneuerbaren Energien effizienter und transparenter gefördert werden.