Regelzonen

Regulierer zwingt Netzbetreiber zu engerer Kooperation

Im Wirtschaftsministerium begrüßte man den am Dienstag ergangenen Beschluss der Bundesnetzagentur, mit dem eine engere Kooperation der Stromnetzbetreiber in ihren Netzgebieten angeordnet wird. Anbieterverbände hingegen zeigten sich unzufrieden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin/Hamburg (red) - Der Beschluss der Bundesnetzagentur beinhaltet die Ausdehnung einer bereits bestehenden Kooperation zwischen drei Regelzonen für Elektrizität auch auf die vierte, von Amprion betriebene Regelzone. Diese Kooperation, der so genannte "Netzreglerverbund", soll zu Einsparungen für die Verbraucher in Höhe von rund 16 Millionen Euro pro Monat führen.

Aus Sicht des Bundesverbands Neuer Energieanbieter und der LichtBlick AG sei der jetzt beschlossene so genannte Netzreglerverbund eine "zwanglose Minimallösung", die weiter unnötige Kosten verursache und den steigenden Anforderungen in der Zukunft nicht gerecht werde. Denn drei der vier Strom-Übertragungsnetzbetreiber praktizierten eben diese Lösung ohnehin seit einem Jahr.

Die Neuerung durch die jetzige Festlegung bestehe lediglich in der Verpflichtung des vierten Netzbetreibers, RWE, sich künftig ebenfalls an dem Verbund zu beteiligen. Damit habe die Bundesnetzagentur erneut die Chance vertan, die Steuerung der Übertragungsnetze effizienter zu gestalten und so Handel und Verbraucher zu entlasten.