Studie

Regionale Versorger könnten Internet besser zur Kundenbindung nutzen

Mit offensiver Preispolitik und aggressivem Marketing gewinnen bundesweite Energieanbieter immer mehr regionale Marktanteile, bei Vertrieb und Kommunikation setzen sie dabei immer mehr auf das Internet. Aber nutzen auch regionale Versorger die Potenziale des Internets zur Kundenbindung?

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Eine aktuelle Webstudie der Berliner Agentur interactive tools geht der Frage nach, was regionale Versorger der Konkurrenz entgegensetzen. Dabei wurden die Online-Angebote von 21 regionalen Energieversorgern unter die Lupe genommen. Bewertet wurden Online-Maßnahmen zur Kundenbindung, die Qualität des Kundenservices und die Art der Kundenansprache auf der Basis eines Kriterienkatalogs, den die Agentur in Zusammenarbeit mit der FH Potsdam entwickelt hat.

Den Ergebnissen der Studie zufolge können die meisten der untersuchten EVUs bei der Kundenbindung und -gewinnung noch erheblich dazu gewinnen. Beispielsweise antworteten 62 Prozent der untersuchten Energieversorger auf Produktanfragen per Mail gar nicht oder erst nach über einer Woche. Daher rät die interactive tools den Unternehmen, sich nicht auf die Bereitstellung von Online-Services zu beschränken, sondern das Dialogpotenzial des Mediums in der Kundenkommunikation stärker zu nutzen.

Darüber hinaus zeigt die Studie Optimierungspotenzial in den Bereichen Imageaufbau und -stärkung. So gelang es nur wenigen EVUs, sich über adäquaten Content – beispielsweise über die Präsentation regionaler Mehrwerte – von den Wettbewerbern abzuheben. In der Konsequenz lautet die Empfehlung, "die Regionalkarte" zu spielen. Viele Unternehmen müssten ihr regionales Engagement im Online-Angebot mediengerechter abbilden, um an Profil zu gewinnen.