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Region Hannover: Photovoltaikanlage auf Haltestelle geht ans Netz

In Hannover wurde im Rahmen des Projekts "Wind- und Solarenergie in der Region Hannover" kürzlich eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage auf einer Stadtbahn-Haltestelle eingeweiht. Die Menge des aktuell eingespeisten Solarstroms und seinen Anteil am Verbrauch der Haltestelle können Haltestellenbenutzer an einem Display ablesen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Seit diesem Monat ist eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage auf der Stadtbahn-Haltestelle in Hannover-Anderten am Netz. Die 184 Module sind in das Glasdach des neu errichteten Bauwerks integriert. Das semitransparente Dach schützt die Fahrgäste sowohl vor Regen als auch vor Sonne und erzeugt zugleich Strom. Die Anlage soll etwa 25 000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren.

"Der Strom der Photovoltaikanlage wird in das Netz der Stadtwerke Hannover AG eingespeist. Die Menge des aktuell eingespeisten Solarstroms und seinen Anteil am Verbrauch der Haltestelle können Haltestellenbenutzer an einem Display ablesen", erläutert Projektingenieurin Dagmar Krüger von der Projektentwicklungsgesellschaft Windwärts Energie GmbH. Das Projekt wird durch die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, den proKlima-enercity-Fonds der Stadtwerke Hannover AG und die Region Hannover gefördert.

Neben der Anlage auf der Haltestelle gehört zu dem Projekt "Wind- und Solarenergie in der Region Hannover" eine weitere Photovoltaikanlage auf der Herschelschule in Hannover. Zur Verbesserung der Gesamtwirtschaftlichkeit des Projektes sind die Photovoltaikanlagen mit zwei Windenergieanlagen zu einer wirtschaftlichen Einheit verknüpft. Eine Windenergieanlage in der Wedemark vom Typ Südwind S-77 mit einer Nennleistung von 1500 Kilowatt ist im Dezember 2001 in Betrieb gegangen. Eine weitere Windenergieanlage vom Typ Enercon E-66/18.70 mit 1800 Kilowatt Nennleistung wurde im Juni 2002 bei Salzgitter errichtet.