Strom-News
Netz AGUnion und FDP wollen den Energiekonzernen offenbar den Einfluss auf ihre Stromnetze entziehen. Die Koalition wolle "die deutschen Übertragungsnetze in einer unabhängigen und kapitalmarktfähigen Netzgesellschaft zusammenführen", heißt im Abschlusspapier der Koalitions-Arbeitsgruppe Wirtschaft.
Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe). Mit einer solchen Regelung würden die vier großen Energiekonzerne E.ON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW ihren Einfluss auf das jeweilige Übertragungsnetz verlieren. Zudem wäre Deutschland nicht länger in vier Regelzonen aufgeteilt, in denen gesondert die Stabilität der Stromversorgung gesichert wird. Tatsächlich ließe sich das aber auch in einem Netz machen, hieß es.
Derartige Pläne zu einer solchen "Netz AG" hatte schon die große Koalition, diese jedoch nicht durchgesetzt.
Ob die Formulierung Teil des Koalitionsvertrages wird, entscheidet dem Bericht zufolge die Runde der Spitzenpolitiker von Union und FDP am Wochenende.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Der Bundesgerichtshof hat für tausende Kommunen den Weg frei gemacht, die Gas- und Stromversorgung ihrer Bürger wieder in die eigene Hand zu nehmen. So verpflichtete das Gericht in einem Grundsatzurteil die Energieversorger dazu, ihre Netze an Kommunen beim Auslaufen der Konzessionsverträge zu verkaufen, wenn dies zu Vertragsbeginn so geregelt war.
Cisco startet mit Yello Strom ein Pilotprojekt zu intelligenten Stromsystemen, so genannten Smart Grids. Haushalte werden mit intelligenten Zählern sowie Solaranlagen oder Blockheizkraftwerken ausgestattet. Damit könnten Verbraucher ihre Haushaltsgeräte laufen lassen, wenn Strom günstig ist und bei Bedarf Strom erzeugen und ins Stromnetz einspeisen.
RWE will die Führung im gesamten deutschen Strom-Höchstspannungsnetz übernehmen und auch den weiteren Netzausbau koordinieren. Mit einem solchen Modell könne die von der Politik und der Bundesnetzagentur angestrebte einheitliche Regelzone in ganz Deutschland geschaffen werden, teilte der Versorger am Donnerstag in Düsseldorf mit.
Die FDP fordert Bundeswirtschaftsminister Glos auf, den von E.ON beschlossenen Verkauf seines Übertragungsnetzes als Steilvorlage zu nehmen, den Konflickt mit der EU-Kommission über die Zerschlagung der Energiekonzerne beizulegen und sich nicht mehr gegen eine Zerschlagung zu wehren.
E.ONs Pläne zum Verkauf seines Stromnetzes heizen die Diskussion um die künftige Struktur des Energiemarktes in Deutschland an. Bernotat schlug die Gründung einer Art Netz AG vor, einige Politiker sprechen sich für eine Verstaatlichung aus, Banken denken über Betreibermodelle mit privaten Investoren nach. Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!