Forschungsprogramm

Regierung will 3,4 Milliarden in Energieforschung stecken

Die Bundesregierung will den Ausbau effizienter und innovativer Energietechnik mit einem Energie-Forschungsprogramm voranbringen. Dafür sollen bis 2014 3,4 Milliarden Euro bereitgestellt werden, die unter anderem aus dem Anfang des Jahres eingerichteten Energie- und Klimafonds kommen sollen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Das am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Programm leiste "einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende in Deutschland", erklärte dazu Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) nannte die Energieforschung einen "grundlegenden Schlüssel für die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien".

Für die Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien will die Regierung in den Jahren 2011 bis 2014 insgesamt 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, 75 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2006 bis 2009.

Das soll insbesondere gefördert werden

Als einen Förderschwerpunkt nannte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) die Entwicklung neuer Speichertechnologien, außerdem den Weg hin zu klimaneutralen Städten. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Ausbau der Bioenergie. Andere Projekte befassen sich mit dem Ausbau der Stromnetze sowie mit regenerativen Kombikraftwerken. Ein vorrangiges Ziel der Regierung ist es, die Integration der erneuerbaren Energien in die bestehende Energieversorgung voranzubringen. Auch soll eine bessere Vernetzung von Forschungsarbeiten erreicht werden.

Mittel sind noch lange nicht verplant

Unterdessen berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit", die Mittel aus dem Energie- und Klimafonds würden nur zögerlich abgerufen. Von den 90 Millionen Euro, mit denen der Fonds für 2011 ausgestattet ist, seien bisher nur 12.400 Euro ausgegeben worden. Bis Ende des Jahres seien lediglich 1,6 Millionen Euro verplant. Das Blatt beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Ingrid Nestle. Verantwortlich für die Verwaltung des Fonds ist Wirtschaftsminister Rösler. Die "Zeit" zitierte auch einen Vermerk aus dem Bundesumweltministerium, worin dem FDP-Politiker eine Bremserrolle bei der EU-Energieeffizienz-Richtlinie zugeschrieben wird.