Kleine Anfrage

Regierung weiß nichts von Windenergie-Insolvenzen

Im Bundestag ging es heute um mögliche Insolvenzen von Windanlagenbetreibern. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP erläuterte die Regierung, dass ihr davon gegenwärtig nichts bekannt sei. Insgesamt sei allerdings erstmals ein Rückgang um rund 20 Prozent bei der neu installierten Leistung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet worden.

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Insolvenzen von Windenergieprojekten sind der Bundesregierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. Allerdings seien derartige Projekte durch drei unterdurchschnittlich schwache Windjahre und höhere Anforderungen von Versicherern einem erhöhten finanziellen Druck ausgesetzt, erklärt die Regierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 15/1417) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (Bundestagsdrucksache 15/1275) heute im Bundestag.

Insgesamt sei bei der Windenergie im ersten Quartal dieses Jahres erstmals ein Rückgang um rund 20 Prozent bei der neu installierten Leistung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet worden. Diesen Rückgang führt die Regierung nach eigenen Angaben in erster Linie auf eine Verknappung der Standorte an Land zurück. Sie weist darauf hin, dass die Nutzung dieser Energieform in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs verzeichnen konnte. So seien im Jahr 2002 in Deutschland Windenergieanlagen mit einer Leistung von knapp 3250 Megawatt errichtet worden, was eine Steigerung um 22 Prozent im Vergleich zu 2001 darstelle.

Laut Antwort waren Ende vergangenen Jahres in der Bundesrepublik etwa 12 000 Megawatt Windleistung installiert. Zur Windkraftnutzung auf hoher See (Offshore-Technologie) heißt es, diese befinde sich derzeit in der Entwicklungsphase, die ihr auch eingeräumt werden sollte. Die Regierung geht davon aus, dass die Windenergienutzung auf See in einer Startphase bis 2006 durch erste kleine Offshore-Windparks erreicht werden kann.