Modellrechnungen

Regierung soll 20 Jahre längere AKW-Laufzeiten erwägen

Laut einem Zeitungsbericht lässt die Regierung gerade vier verschiedene Atomausstiegs-Szenarien durchrechnen, darunter ist auch ein Modell mit einem um 20 Jahre verlängerten Ausstieg. Die Modelle sind Teil eines Gutachtens, dessen erste Ergebnisse in diesem Sommer der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Berlin (red) - Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge hält die Bundesregierung eine Verlängerung der Restlaufzeiten von deutschen Reaktoren um bis zu 20 Jahre für möglich. Unter Verweis auf Regierungskreise schreibt die Zeitung, ein solches Szenario solle zumindest im Hinblick auf zu erwartende volks- und energiewirtschaftliche Konsequenzen geprüft werden. Darauf hätten sich Wirtschaftsminister Brüderle und Umweltminister Röttgen am Mittwoch geeinigt.

In dem Gutachten soll aber laut FAZ nicht nur ein solches 20-Jahres-Modell durchgerechnet werden, sondern insgesamt vier verschiedene Szenarien - eine Verlägerung der Laufzeiten um fünf, um zehn, um 15 und um 20 Jahre. Diese Modelle sollen den bisherigen Planungen gegenübergestellt werden, also den von der rot-grünen Koalition festgelegten Ausstiegplänen - einer Abschaltung der Meiler bis 2022. Laut dem Zeitungsbericht soll das Gutachten im Juni fertig sein; ein Zwischenbericht soll noch im Sommer folgen.