Stellungnahme

Regierung sieht keinen Zusammenhang zwischen Krebs und Atomkraft

Nach Einschätzung der Bundesregierung besteht nach derzeitigem Kenntnisstand kein Zusammenhang zwischen einem Anstieg von Leukämie-Fällen in der Nähe von Atomkraftwerken und deren Strahlenbelastung.

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Berlin (ddp/sm) - Die Belastung müsste um mindestens das 1000-fache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können, heißt es in der am Montag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen.

Hintergrund ist eine Studie im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz. Dabei hatte das Mainzer Kinderkrebsregister festgestellt, dass zwischen 1980 und 2003 für unter Fünfjährige in der Umgebung von Reaktoren das Leukämierisiko mehr als doppelt so hoch war wie im Bundesdurchschnitt.

Ob diese Erkenntnisse Anlass für weitere Vorsorgemaßnahmen geben, will die Bundesregierung nach Vorlage einer Stellungnahme der Strahlenschutzkommission entscheiden. Diese soll innerhalb von sechs bis neun Monaten erarbeitet werden.