Statusbericht

Regierung sieht größeres Potenzial für erneuerbare Energien

Umweltminister Sigmar Gabriel und Wirtschaftsminister Michael Glos haben dem Bundeskabinett heute den Statusbericht zur "Energieversorgung für Deutschland" vorgelegt. Er war zur Vorbereitung des von Bundeskanzlerin Angela Merkel einberufenen Energiegipfels verfasst worden und biete eine "gute" Grundlage.

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Berlin (ddp/sm) - Die erneuerbaren Energien könnten nach Überzeugung der Bundesregierung in der Zukunft einen Anteil von bis zu 25 Prozent an der Stromerzeugung erreichen. Das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankerte Mindestziel von 20 Prozent bis 2020 könne noch deutlich übertroffen werden, zeigten sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in dem am Mittwoch vorgelegten Statusbericht "Energieversorgung für Deutschland" überzeugt.

2005 hatten erneuerbare Energien einen Anteil von 10,2 Prozent an der Stromversorgung und 6,4 Prozent an der gesamten Endenergie. Ihr Umsatz betrug im vergangenen Jahr laut Statusbericht 16 Milliarden Euro, davon entfielen neun Milliarden Euro auf Neuinvestitionen und sieben Milliarden Euro durch den Betrieb der Anlagen. Die Kohlendioxid-Einsparung durch die erneuerbaren Energien lag 2005 bereits bei 83 Millionen Tonnen, in der Branche waren 2004 bereits 157 000 Menschen beschäftigt.

Bis 2020 könnten laut Statusbericht bis zu 25 Prozent des Stroms in Deutschland aus den Erneuerbaren bereitgestellt werden. Allein im Strombereich könnten damit Investitionen von bis zu 75 Milliarden Euro ausgelöst werden. Gabriel betonte: "Wir haben es mit einem bedeutenden Wirtschaftssektor zu tun. Wenn es Deutschland versteht, mit innovativen Techniken eine nachhaltige Energieversorgung aufzubauen, hat unsere Wirtschaft sehr gute Ausgangsbedingungen nicht nur auf dem heimischen Markt, sondern auch auf dem stark expandierenden Weltmarkt."