Energie sparen

Regierung plant zweiten Anlauf für Gebäudesanierung

Nachdem man mit den Vorschlägen zur Gebäudesanierung vor dem Bundesrat gescheitert ist, plant die Regierungskoalition jetzt einen zweiten Anlauf, um Hausbesitzer, die ihr Eigenheim unter energetischen Gesichtspunkten sanieren lassen, zu unterstützen. Die Länder sollen der Einfachheit halber außen vor bleiben.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Nach dem Scheitern im Bundesrat plant die Koalition einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Anlauf, um Hausbesitzer bei der energetischen Gebäudesanierung zu unterstützen. Anders als die bisher geplante steuerliche Absetzbarkeit der Kosten solle die neue Regelung "ohne die Länder" beschlossen werden, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Montag unter Berufung auf Koalitionskreise.

Länder bleiben außen vor

Ziel sei es, möglichst schnell mit der Förderung anfangen zu können. Darum wolle die Koalition auf ein langwieriges Vermittlungsverfahren mit den Ländern verzichten. Wie die neue Regelung im Detail aussehen soll, steht demnach noch nicht fest. Im Gespräch sei, einen Teil der eingeplanten 1,5 Milliarden Euro in eine Aufstockung bestehender KfW-Programme zur Gebäudesanierung zu investieren und einen anderen Teil über den Energie- und Klimafonds auszuschütten.

Direkte Zuschüsse für die Haus-Sanierung

Anstelle von Steuerabschreibungen könnten Haussanierer dann auf direkte Zuschüsse oder zusätzliche verbilligte Kredite hoffen. Am Freitag hatte der Bundesrat die Regelung, dass Energiesparmaßnahmen an Gebäuden leichter steuerlich absetzbar sein sollen, vorerst gekippt. Die Länder verlangen, dass der Bund die Steuerausfälle in Höhe von 1,5 Milliarden Euro alleine trägt.