Off limits

Regierung im Ländle will Verbotszonen für Windkraft abschaffen

Die grün-rote baden-württembergische Landesregierung will den bisher schleppend verlaufenden Ausbau der Windenergie im Südwesten ankurbeln. Das Landeskabinett beschloss am Dienstag einen Entwurf zur Änderung des Landesplanungsgesetzes. Er soll Anfang Mai im Landtag verabschiedet werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart/Potsdam (dapd/red) - Der Gesetzentwurf sieht laut Ministerium vor, dass die Regionalverbände künftig nur noch "weiße" Vorranggebiete für regional bedeutsame Windkraftanlagen festlegen können, also Gebiete, in denen Windkraftanlagen zulässig sind. Nicht mehr möglich sind dann "schwarze" Ausschlussgebiete, in denen der Bau von Windkraftanlagen verboten ist.

Infos zu Windkraft auch in Brandenburg

Auch Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) wirbt um mehr Akzeptanz für die Energieerzeugung aus Windkraft. Dazu erschien eine Broschüre mit dem Titel "Rückenwind für die Energie", wie das Ministerium mitteilte. Auf 35 Seiten gebe die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg Antworten auf Fragen zur Windenergie.

Brandenburg sei bundesweit Vorreiter bei den erneuerbaren Energien, heißt es weiter. Wenn das so bleiben soll, brauche es mehr Akzeptanz für Windräder, Biogasanlagen und Solarparks. Die Broschüre solle dazu beitragen, die Diskussion über die Zukunft der Energiegewinnung "mit Augenmaß zu führen".