Russland-Ukraine

Regierung: Gaskontroverse verringerte Lieferungen

Die Gaskontroverse zwischen Russland und der Ukraine hat in Deutschland zu zeitlich begrenzten Minderlieferungen von russischem Erdgas am Grenzübergangspunkt Waidhaus geführt. Dies berichtete die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Minderlieferungen hätten von den betroffenen Gasversorgungsunternehmen jederzeit beherrscht werden können, ohne dass es zu Kompensationsmaßnahmen gekommen sei, hieß es weiter. Die Fehlmengen seien anschließend durch Mehrlieferungen aus Russland ausgeglichen worden.

Die Regierung führte aus, die Einigung zwischen beiden Staaten habe keine Auswirkungen auf den deutschen Gasbezugspreis gehabt. Deutschland beziehe etwa 36 Prozent (40 Milliarden Kubikmeter) seines jährlichen Gasbedarfs aus Russland. Seit fast 40 Jahren sei diese Lieferung von Gas und Öl weitgehend reibungslos und zuverlässig verlaufen.

Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben während des engen Kontakts mit den Gasimportunternehmen gestanden. Sie habe die Gaswirtschaft aufgefordert, ihrer Versorgungsaufgabe nachzukommen und alles zu unternehmen, um auf Lieferengpässe reagieren zu können. Für die Regierung bestätigt die Kontroverse den Ansatz, in der Energiepolitik auf einen ausgewogenen Energiemix mit einem nach Lieferländern und Energieträgern gestaffelten Angebot sowie auf eine bessere Energieeffizienz zu setzen, um Preis- und Versorgungsrisiken zu begrenzen(Bundestagsdrucksache 16/504).