Kleine Fortschritte

Regierung dämpft Erwartungen auf Klimaschutz-Einigung bei G8-Gipfel

Die deutsche G8-Präsidentschaft dämpft vor dem Gipfel in Heiligendamm die Erwartungen auf Vereinbarungen zum Klimaschutz. Er könne derzeit "keine Prognose" abgeben, "wie das in zwei Wochen im Abschlussprotokoll aussieht", sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg gestern in Berlin.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Bundesregierung strebe im Zuge des so genannten "Heiligendamm-Prozesses" auch beim Klimaschutz eine "Verzahnung" der G8-Industriestaaten mit den fünf Schwellenländern Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika an. Angesichts "unterschiedlicher Ausgangspositionen" sei es allerdings "weit schwieriger", in diesem Kreis zu Verabredungen zu kommen als unter den 27-EU-Staaten, die sich auf einen 20prozentigen Abbau der CO2-Emissionen bis 2020 verpflichtet hatten.

"An welchen Stellen es Einigungsmöglichkeiten gibt, muss man abwarten", betonte Steg. Der "Handlungsbedarf" beim Klimaschutz sei allerdings unstrittig: "Es entzieht sich niemand mehr von vorneherein der Verantwortung."

Daher gehe man davon aus, "dass wir am Ende kleine Fortschritte erreichen werden", hieß es weiter aus der deutschen G8-Präsidentschaft. Insbesondere bei Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sei ein "breiter Konsens" erkennbar. Dies könne mittelfristig zu erheblichen CO2-Einsparungen bei Kohlekraftwerken, Gebäuden und im Verkehr führen.