Statistik

Regenerative Energien in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Vormarsch

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat im ersten Halbjahr dieses Jahres die regenerative Stromerzeugung gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres um mehr als das Doppelte steigern können. 915 Millionen Kilowattstunden wurden in den ersten sechs Monaten verstromt. Die Windenergie nimmt den größten Anteil ein.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Einsatz erneuerbarer Energieträger befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor auf steilem Wachstumskurs. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes erreichte die Verstromung erneuerbarer Energieträger im ersten Halbjahr dieses Jahres mit 915 Millionen Kilowattstunden eine neue Rekordhöhe.

Damit wurde in den ersten sechs Monaten 2002 mehr als doppelt so viel Strom aus Wind-, Bio-, Wasser- und Sonnenenergie in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ingesamt sind im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits 81 Prozent der gesamten Vorjahreserzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt worden.

Fast ein Drittel der einheimischen Stromerzeugung hatte in den ersten sechs Monaten des Jahres erneuerbare Energieträger zur Grundlage. Damit lag der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der Stromerzeugung für die öffentliche Versorgung erstmals höher als der von Erdgas (26 Prozent). In Sachen Steinkohle kommt man in Mecklenburg-Vorpommern auf einen Anteil von 42 Prozent.

Noch vor wenigen Jahren lag der Beitrag regenerativer Energien an der Stromerzeugung im Land deutlich unter zehn Prozent. Die Verschiebung der Energieträgerstruktur in der öffentlichen Elektrizitätsversorgung zugunsten alternativer Energiequellen leistet durch die Minderung bzw. Vermeidung von energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Den größten Anteil an der regenerativen Stromerzeugung hat in Mecklenburg-Vorpommern mit 88 Prozent die Windkraft. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2001 stiegen die Winderträge in diesem Jahr hauptsächlich auf Grund günstiger Witterungsverhältnisse um das 2,5-fache auf insgesamt 804 Millionen Kilowattstunden an. An zweiter Stelle rangiert mit einem Anteil von 7 Prozent die Verstromung von fester Biomasse.

Deponie-, Bio- und Klärgas sowie Wasserkraft trugen zusammen rund fünf Prozent zur regenerativen Stromversorgung bei. Fotovoltaik blieb auch in den vergangenen sechs Monaten noch von untergeordneter Bedeutung für die öffentliche Stromerzeugung Mecklenburg-Vorpommerns, obwohl sich die Einspeisung von Solarstrom in dieser Zeit gegenüber der gesamten Vorjahresmenge fast verdreifacht hat.