Ökostrom

RECS weist Vorwurf des Etikettenschwindels zurück

RECS-Deutschland weist den Vorwurf zurück, dass mit den RECS-Zertifikaten Strom nur umetikettiert würde. Im Sinne der Deutschen Stromkennzeichnung sei das, was Anbieter von Ökostrom in Deutschland unter Verwendung von RECS-Zertifikaten anbieten, ohne Zweifel Strom aus erneuerbaren Energien.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - "Das RECS-System gilt als zuverlässiges Verfahren mit dem nachgewiesen werden kann, in welchen erneuerbaren Anlagen sauberer Strom erzeugt wird", so Stefan Zisler, Vorstand von RECS-Deutschland e.V.

"RECS-Zertifikate stellen zuverlässige Nachweise für die Herkunft von Strom aus Erneuerbaren Energien dar und tragen wesentlich dazu bei, eine Doppelvermarktung von Ökostrom zu verhindern," sagt Christof Timpe, der beim Öko-Institut die Regeln für das deutsche RECS-System überwacht. Als Folge der steigenden Kundennachfrage nach Ökostrom könne das RECS-System mit dazu beitragen, Investitionen in Erneuerbare Energien attraktiver zu machen, erklärt Stefan Zisler.

RECS empfiehlt jedoch dem Verbraucher von Grünstrom darauf zu achten, welche Qualitätskriterien das Angebot eines Grünstromlieferanten garantiert. Dazu gehören beispielsweise die Art der Erzeugungsanlagen (Wind, Wasser, Biomasse,...), das Alter der Anlagen (z.B. ein bestimmter Anteil Neuanlagen) und Investition in weitere erneuerbare Anlagen. Das RECS-System sei dabei kein Gutachter, sondern stelle lediglich sicher, dass die Produktions- und Anlagendaten transparent, einheitlich und überprüfbar ermittelt werden.