Finanzen

Rechtstipp: Fotovoltaikanlagen ermöglichen Vorsteuerabzug

Lässt ein Hauseigentümer eine Fotovoltaikanlage auf seinem Haus installieren und speist den Strom zum Großteil in das Netz des örtlichen Energieversorgers ein, steht ihm für die Anschaffungskosten der Anlage anteilig ein Vorsteuerabzug zu. Das hat das Finanzgericht Münster (AZ: 15 K 2813/03) entschieden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Münster (ddp.djn/sm) - In dem Fall hatte ein Mann rund zwei Drittel des erzeugten Stroms verkauft und ein Drittel für sich genutzt. Zusätzlich bezog er von einem Energieversorger Strom für den eigenen Haushalt, da der selbst produzierte bei Weitem nicht reichte.

Das Finanzamt wollte deshalb den Vorsteuerabzug nicht anerkennen, weil es in dem Verkauf der Teilmenge von zwei Drittel keine unternehmerische Tätigkeit erblicken konnte. Dafür, so das Finanzamt, müsse mit der Fotovoltaikanlage insgesamt mehr Strom produziert werden, als im Haushalt benötigt wird.

Das sahen die Finanzrichter jedoch anders. Der Verkauf des Stromes stellt unabhängig von der Menge eine unternehmerische Betätigung dar, die zum Vorsteuerabzug für die installierte Anlage berechtigt. Deshalb bekam der Mann die Vorsteuern für die Anlage anteilig erstattet.