Fehlerursachen

Reaktorexperte befürchtet künftig mehr Störfälle in Atomkraftwerken

Der Reaktorexperte des Ökoinstituts, Michael Sailer, warnt vor weiteren Sicherheitsproblemen in Kernkraftwerken. Dies sei zum einen auf technische Änderungen der Anlagen zurückzuführen, welche die Anlagen schwerer überblickbar machen, zudem fehlen jungen Mitarbeitern oft Kenntnisse über die Eigenheiten der Anlage.

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Frankfurt/Main (ddp/sm) - Wegen der aus Sicherheitsgründen durchgeführten technischen Änderungen an den älter werdenden Kraftwerken wie denen in Krümmel und Brunsbüttel seien die Anlagen von den Reaktormannschaften schwieriger zu überblicken, sagte Sailer der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe). Da die erste Generation der Betriebsmannschaften oft aus Altersgründen bereits ausgeschieden sei, fehlten zunehmend auch Kenntnisse über Eigenheiten der Anlagen, die bei der Inbetriebnahme gewonnen wurden. Das könne ebenfalls zu Fehlern führen.

In Krümmel und Brunsbüttel war es jüngst zu Störungen gekommen. Sailer ist dem Blatt zufolge Mitglied in der Reaktorsicherheitskommission des Bundes.