Neuland

Reaktor des Kernkraftwerks Rheinsberg wird komlpett demontiert

Der Reaktordruckbehälter des früheren Kernkraftwerks Rheinsberg wird nicht wie bisher geplant vor Ort zerlegt, sondern komplett demontiert. Der knapp zwölf Meter lange und samt Abschirmung 200 Tonnen schwere Reaktor wird anschließend in das Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald gebracht.

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Rheinsberg (ddp-lbg/sm) - Beim Rückbau des früheren Kernkraftwerks Rheinsberg betreten die Energiewerke Nord (EWN) Neuland. Der Reaktordruckbehälter werde nicht wie bisher geplant vor Ort zerlegt, sondern komplett demontiert, sagte EWN-Geschäftsführer Dieter Rittscher am Mittwoch in Menz bei Rheinsberg.

Der knapp zwölf Meter lange und samt Abschirmung 200 Tonnen schwere Reaktor wird anschließend in das Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald gebracht. Dort soll der Druckbehälter 50 bis 70 Jahre zwischengelagert werden, bis die Radioaktivität abgeklungen ist. Dann wird er im herkömmlichen Verfahren zerlegt. Der Transport ins Zwischenlager ist für 2006 geplant.

Das neue Verfahren spart Rittscher zufolge Zeit und Kosten. Zudem werde die Strahlenbelastung der Mitarbeiter minimiert. Der Transport des kompletten Reaktordruckgefäßes habe für Deutschland Pilotcharakter. Es sei der erste Reaktor mit einer langen Betriebszeit, der als Ganzes aus seiner Einbauposition herausgehoben und langfristig zwischengelagert werde.