Ostseepipeline

Raumordnungsverfahren für neue Erdgasleitung hat begonnen

Für die norddeutsche Anschlusstrasse zur geplanten Ostsee-Gaspipeline von Russland nach Deutschland hat das Raumordnungsverfahren begonnen. Bis Mitte November können Unterlagen eingesehen und Stellungnahmen abgegeben werden, teilte das Bauministerium in Schwerin mit.

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Schwerin (ddp-nrd/sm) - Gemeinden, Verbände und Bürger haben bis zum 2. November die Möglichkeit, Unterlagen zur sogenannten Norddeutschen Erdgasleitung (NEL) einzusehen und mögliche Einwände zu formulieren. Die Stellungnahmen müssen bis zum 16. November an das Bauministerium gerichtet werden.

Die Erdgasleitung soll über 370 Kilometer von Lubmin nach Bremen führen und ab 2012 das Gas aus der Ostseepipeline nach Westeuropa transportieren. Das Raumordnungsverfahren betrifft einen 240 Kilometer langen Teilabschnitt von Lubmin bis zur Elbquerung bei Lauenburg in Schleswig-Holstein. Weil die Trassen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen jeweils nur wenige Hundert Meter lang sind, hat das Bauministerium in Mecklenburg-Vorpommern dafür die Verantwortung.

Die Norddeutsche Erdgasleitung wird von der Wingas GmbH, einer Tochter der BASF-Tochter Wintershall Holding AG und der russischen Gazprom, geplant, gebaut und betrieben. Nach Abschluss des Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahrens soll Ende 2010 Baubeginn sein. Die Investitionen belaufen sich den Angaben zufolge auf mehrere Hundert Millionen Euro.

Neben der Trasse in Norddeutschland ist in Richtung Süden die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) geplant. Diese soll Lubmin mit dem sächsischen Olbernhau verbinden. Baubeginn soll Ende 2008 sein. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren.