Anbindungs-Leitung

Raumordnungsverfahren für neue Erdgasleitung begonnen

Eine neue Erdgasfernleitung wird in Brandenburg gebaut. Am Dienstag wurde das Raumordnungsverfahren für die Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (Opal) eröffnet, wie das Infrastrukturministerium in Potsdam mitteilte. Die Leitung solle ab 2010 die künftige Ostseepipeline mit bestehenden Netzen verbinden.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Im sechsmonatigen Raumordnungsverfahren wird unter anderem die Umweltverträglichkeit des Projekts geprüft. Die gemeinsam von der Wingas AG und der E.ON Ruhrgas AG zu errichtende Leitung soll über 480 Kilometer von Greifswald/Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) nach Olbernhau (Sachsen) führen. Der brandenburgische Abschnitt ist 270 Kilometer lang. Die Leitung soll hier von Schönfeld durch die Uckermark, die Oder-Spree-Region und die Lausitz bis Ruhland an der Grenze zu Sachsen verlaufen.

Mit Opal habe Brandenburg die Chance, von der Ostsee-Pipeline zu profitieren, sagte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU). Geplant sei eine Transportkapazität von 36 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Bei Groß Köris werde eine Verdichterstation entstehen, dort kreuzt die künftige Trasse die Ost-West-Pipeline Jamal.

Nach einem Bericht des NDR ist der Bau der Leitung allerdings gefährdet, weil bereits eine Paralleltrasse von Lubmin nach Börnicke bei Berlin genehmigt wurde. Dabei handle es sich um die Pipeline Nordal des Hamburger Energiekonzerns Concord Power. Sollte Opal genehmigt werden, schließt Concord Power dem Bericht zufolge eine Klage nicht aus. Auch der Naturschutzverband BUND kündigte rechtliche Schritte an, weil die Trassen durch sensible Naturschutzgebiete führen werden. Zudem werde derzeit der Bau einer dritten Gasleitung von Lubmin nach Bremen geplant.