Auf Eis

Raumordnungsverfahren für neue Erdgasleitung ausgesetzt

Die Planungen für die Erdgastrasse Opal (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) sind in Brandenburg ins Stocken geraten. Das Raumordnungsverfahren für die Leitung ist vorerst ausgesetzt worden. Zwei Kernprobleme seien aufgetaucht.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Potsdam (ddp/sm) - Das teilte das Infrastrukturministerium am Montag in Potsdam mit. Der Investor Wingas AG müsse weitere Varianten für den Standort der Verdichterstation bei Groß Köris im Landkreis Dahme-Spreewald vorlegen, die weniger Belastungen mit sich bringen.

Nach Angaben des Ministeriums gibt es zwei Kernprobleme. Dabei gehe es um die Leitungsführung durch Groß Köris sowie die Einordnung der einzigen Verdichterstation auf der Strecke Greifswald-Olbernhau nördlich von Groß Köris nahe der Autobahn A 13.

Ministeriumssprecher Lothar Wiegand sagte, bis zur Vorlage weiterer Varianten sei das Raumordnungsverfahren ausgesetzt. Es werde wieder aufgenommen, sobald prüffähige Unterlagen eingereicht und untersucht worden seien. Das werde einige Wochen dauern.

Die Leitung soll ab 2010 die künftige Ostseepipeline mit bestehenden Netzen verbinden. Die gemeinsam von der Wingas AG und der E.ON Ruhrgas AG zu errichtende Leitung soll über 480 Kilometer von Greifswald/Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) nach Olbernhau (Sachsen) führen. Der brandenburgische Abschnitt ist 270 Kilometer lang. Die Leitung soll hier von Schönfeld durch die Uckermark, die Oder-Spree-Region und die Lausitz bis Ruhland an der Grenze zu Sachsen verlaufen.