Schattenseiten

Raumklimageräte: Hohe Kosten für oft geringe Kühlung

Kaum steigen die Temperaturen, wird wieder verstärkt für Raumklimageräte geworben. Wer jedoch bedenkenlos kauft, kann herb enttäuscht werden. Denn die Geräte haben gleich mehrere Schattenseiten und verursachen hohe Stromkosten, betont die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp.djn/sm) - Häufig halten die Geräte nicht, was versprochen wird. Vor allem kühlen sie weniger und weisen einen hohen Stromverbrauch auf. Bei sommerlichen Temperaturen können Geräte die monatlichen Stromkosten durchaus um 30 bis 50 Euro erhöhen.

Die oft angebotenen, einteiligen Monoblockgeräte schaffen es nach Untersuchungen der Stiftung Warentest kaum, einen mittelgroßen Raum mit beispielsweise 35 Grad Innentemperatur ausreichend herunterzukühlen. Dies trifft besonders für Räume mit direkter Sonneneinstrahlung oder schlecht gedämmten Dachgeschosswohnungen zu. Außerdem müssen zumeist störende Betriebsgeräusche von Kompressor und Lüfter in Kauf genommen werden.

Etwas effektiver kühlen zweiteilige Anlagen, die sogenannten Splitgeräte. Dabei wird der lärmende Kompressor separat im Außenbereich montiert. Jedoch haben angebotene Splitgeräte mit 2400 bis 2900 Watt Kälteleistung keine ausreichende Kraft, um Räume über 20 Quadratmeter wirklich gut herunterzukühlen. Auch Klimageräte der Klasse A sind keine Energiesparer. Sie verbrauchen zwar rund 10 bis 15 Prozent weniger Strom als Geräte der Klasse C, zählen damit aber immer noch zu den Großverbrauchern im Haushalt, so die Verbraucherschützer.

Als Alternative zu den Raumklimageräten kann ein einfacher Hitzeschutz vor unerträglichen Temperaturen in den eigenen vier Wänden nützlich sein. Ein von außen angebrachter Sonnenschutz, etwa ein Sonnensegel oder auch Roll- oder Fensterläden, verhindert das Eindringen von Sonnenstrahlen und Wärme. Ebenfalls empfehlenswert ist das richtige Lüften. Tagsüber sollten Bewohner die Fenster und Türen schließen, um die warme Außenluft möglichst auszusperren. Erst spät abends, wenn es draußen abgekühlt ist, sollten Fenster und Türen weit geöffnet werden, wobei die Querlüftung (Durchzug) am meisten bringt. Eine zeitweise Erleichterung können auch Ventilatoren verschaffen, die deutlich weniger Strom verbrauchen als Klimageräte.