Interessensvertretung

Rat der Strombörse EEX erweitert

Der Sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk will die Interessen privater und gewerblicher Stromkunden im Rat der Leipziger Strombörse EEX besser vertreten sehen und hat ihn deshalb um je einen Sitz für den Verbraucherzentrale Bundesverband und den Bundesverband der deutschen Industrie erweitert.

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Leipzig (ddp-lsc/sm) - Im Rat der Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig sollen die Interessen privater und gewerblicher Stromkunden künftig besser vertreten werden. Deshalb habe Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) das Gremium um je einen Sitz für den Verbraucherzentrale Bundesverband und den Bundesverband der deutschen Industrie erweitert, teilte das Ministerium heute in Dresden mit.

"Die EEX hat sich zu einem zentralen und anerkannten Marktplatz mit Signalwirkung für den gesamten Stromhandel und damit für die Strompreise in Deutschland und Europa entwickelt", begründete Jurk seine Entscheidung. Wenn Vertreter der Verbraucher und der Industrie nun im Börsenrat mit am Tisch säßen, sei das ein Schritt zu mehr Transparenz.

Im sich im Juni 2006 neu konstituierenden Börsenrat werden den Angaben zufolge auch ausländische Handelsteilnehmer, Kreditinstitute und Energiebroker jeweils einen zusätzlichen Sitz erhalten. Insgesamt gehören dem Rat dann 23 Mitgliedern an. 18 sind Vertreter der Handelsteilnehmer, vier der betroffenen Wirtschaftsgruppen, einer ist ein Anlegervertreter. Die 18 Handelsteilnehmer werden gewählt, die vier Wirtschaftsgruppen entsenden jeweils einen Vertreter.