Versorger im Internet

Ranking: Internetauftritte von Stromversorgern mit großen Unterschieden

Nach einer repräsentativen Studie der Wirtschaftsberatung Process Management Consulting GmbH belegen die Internetauftritte der Mainova AG, der Thüringer Energie AG (TEAG) und der Stadtwerke Bochm GmbH die ersten drei Plätze. Heute findet in München die Preisverleihung statt.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

München/Erfurt (red) - Bereits seit vier Jahren untersucht die Münchner Wirtschaftsberatung die Internetseiten der 100 größten deutschen Stromversorger mit eigenständigem Webauftritt. Bewertet wurden Gestaltung, Funktionalität, Informations- und Serviceangebote, Sicherheit, Kundenbindung sowie insbesondere das Angebot an Online-Dienstleistungen. Durch letztere werde deutlich, in wie weit die Unternehmen ihre kundenbezogenen Geschäftsvorgänge in das Internet verlängern, ihre Kunden in diese Prozesse integrieren und dabei die notwendigen Sicherheitsaspekte berücksichtigen.

Die Qualitätsunterschiede der Webauftritte seien dabei sehr deutlich. So bieten zwar 97 Prozent der getesteten Unternehmen die Möglichkeit sich online als Kunde anzumelden. Aber nur bei jedem zehnten Unternehmen können Kunden ihre Rechnung online einsehen. Bei den Informations- und Serviceangeboten erreichte die Thüringer Energie mit 92 Prozent der möglichen Punkte den höchsten Wert aller getesteten Webseiten. Im passwortgeschützten StromBanking-Bereich kann jeder Kunde sehen, welche Verträge er mit der Thüringer Energie abgeschlossen hat, kann neue Verträge schließen bzw. Änderungen von persönlichen Daten schnell selbst vornehmen. Darüber hinaus helfen dem Online-Nutzer spezielle Servicefunktionen, den Stromverbrauch seines Haushaltes zu planen bzw. rückwirkend grafisch darzustellen. So ermittelt ein Stromrechner, um welchen Betrag der Stromverbrauch steigt, wenn man sich einen Wäschetrockner oder ein zusätzliches Fernsehgerät anschafft.

Erstmalig hatte Process Consulting auch bei den 50 größten Gasversorgern in Deutschland eine eigenständige Erhebung durchgeführt. Auch diese Sonderwertung gewann die Mainova AG, gefolgt von den Stadtwerken Bochum und der MVV Energie AG aus Mannheim auf Platz drei.

Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Process Management Consulting GmbH vom Mai nutzen inzwischen 21 Prozent aller Verbrauchshaushalte das Internet als Kontaktkanal zu ihrem Energieversorger, Tendenz steigend. 42 Prozent bevorzugen noch den Telefonhörer. Zu den gewünschten Serviceangebote im Internet zählen die An-, Ab- oder Ummeldung beim Energieversorger, Online-Abruf der Stromrechnung sowie die Zählerstandseingabe und die Eingabe der Bankverbindung.

Weiterführende Links
  • Die Studie im Internet