Absicht

RAG will in Strommarkt einsteigen

Der Konzern RAG (früher Ruhrkohle AG) will in den Strommarkt einsteigen. In einem Interview mit dem Hamburger Magazin "stern" sagte der RAG-Chef und frühere Wirtschaftsminister Werner Müller, dass zunächst nur Industrie und Stadtwerke und später auch Endverbraucher mit Strom beliefert werden sollen.

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Hamburg/Essen (ddp/sm) - Der Essener Energie- und Chemiekonzern RAG (früher Ruhrkohle AG) hat seine Absichten zum Einstieg in den lukrativen Strommarkt bekräftigt. "Wir denken darüber nach, als einer der großen Stromproduzenten eigenständig Strom im Markt anzubieten", sagte RAG-Chef Werner Müller in einem Interview mit dem Hamburger Magazin "stern".

Gedacht sei zunächst nur an die Belieferung von Industrie und Stadtwerken, führte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister aus. Später solle der Strom aber auch an den Endverbraucher geliefert werden.

RAG ist ein international agierender Konzern mit einem jährlichen Umsatzvolumen von etwa 20 Milliarden Euro und etwa 100 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen RAG konzentriert sich auf ein Vier-Säulen-Geschäftsmodell mit den Schwerpunkten Energie, Chemie sowie Immobilien und Bergbau. Zum 1. Januar 2005 ging bereits die neu aufgestellte RAG-Tochter Steag als Energiesäule des Konzerns mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Alfred Tacke an den Start. Sie soll auf dem Markt einheitlich als Energiesparte von RAG auftreten.