RAG-Anteile

RAG schloss Nebenabsprachen mit Anteilseigner Arcelor Mittal

Der RAG-Konzern hat nach Presseinformationen den Kauf der RAG-Anteile durch den Luxemburger Stahlkonzern Arcelor Mittal zum symbolischen Preis von einem Euro offenbar mit Nebenabsprachen verknüpft. So soll der Stahlkonzern Koks und Strom aus RAG-Betrieben beziehen, berichtet die Zeitung "Die Welt".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Arcelor Mittal hatte zuvor auf eine Kompensationszahlung von rund 200 Millionen Euro für seinen Anteil von 6,5 Prozent an der RAG bestanden. Der Verkauf zum Preis von einem Euro gilt als Vorraussetzung für den Börsengang der RAG.

Aus einer notariellen Vereinbarung zwischen RAG und Arcelor Mittal, gehe hervor, dass die Aufgabe der RAG-Anteile durch den Luxemburger Konzern formell mit Optionen zum Bezug von Koks und Strom aus RAG-Betrieben verknüpft wurde, berichtet die Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). So werde Arcelor Mittal das Recht zum Kauf von mehreren hunderttausend Tonnen Koks aus der RAG-Kokerei Bottrop gewährt. Gleichzeitig erkläre sich Arcelor bereit, seine RAG-Anteile für einen Euro zu verkaufen. Weiter wird Arcelor in der Vereinbarung eine Meistbegünstigungsklausel beim Stromeinkauf aus dem Kraftwerk Herne zugesichert.