Konzernumbau zahlt sich aus

RAG-Industriesparten mit deutlich höherem Halbjahresergebnis

Die vor dem Börsengang stehenden Industriesparten des Mischkonzerns RAG haben im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein deutlich höheres Ergebnis sowie ein Umsatzplus erwirtschaftet, so stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 26 Prozent auf 788 Millionen Euro.

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Essen (ddp/sm) - Das Konzernergebnis habe sich auf 715 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz habe sich um drei Prozent auf 7,57 Milliarden Euro verbessert.

Die RAG profitierte operativ vor allem von einem besseren Chemiegeschäft (Degussa). Dort legte der Absatz deutlich zu, die Auslastung der Kapazitäten und insgesamt auch die Verkaufspreise stiegen. Im Energiegeschäft (Steag) wurde das Vorjahresergebnis im Wesentlichen wegen der Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerks übertroffen. Im Immobiliengeschäft lag das Ebit "aufgrund temporärer Effekte" unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Vorstandsvorsitzende Werner Müller sagte, der Konzernumbau der vergangenen Jahre beginne sich nun auszuzahlen. "Unser Kurs in Richtung Kapitalmarkt stimmt." Für das Gesamtjahr 2007 erhöhte der Konzern für die Industriebereiche den Ausblick und stellte sowohl für den Umsatz als auch das Ebit eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Aussicht.