Personalie

RAG-Aufsichtsrat verlängert Müllers Vertrag bis Mitte 2011

Der RAG-Vorstandsvorsitzende Werner Müller wird den Essener Mischkonzern voraussichtlich auch im kommenden Jahr an die Börse bringen. Der Aufsichtsrat der RAG verlängerte heute auf einer Sitzung den Vertrag Müllers für die Zeit vom 1. Juni 2008 bis zum 30. Juni 2011, wie der RAG-Konzern in Essen mitteilte.

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Essen (ddp/sm) - Zugleich stimmte der Aufsichtsrat der RAG Beteiligungs-AG dafür, dass der 61-jährige Müller auch bis Mitte 2011 Vorstandsvorsitzender der Beteiligungs-AG bleibt. Die Personalentscheidung ist ein wichtiges Signal für Müller im Streit um die Besetzung der Spitzenposten in der künftigen RAG und der geplanten Kohle-Stiftung. Für den heutigen Abend ist ein weiterer Kohle-Gipfel in Berlin geplant, auf dem Einzelheiten zur geplanten Steinkohlestiftung beschlossen werden sollen. Ob auch eine Entscheidung über den Vorsitz der Stiftung fällt, ist bisher unklar.

Vor dem Börsengang wird der Konzern in eine Steinkohlestiftung eingebracht und der Bergbau - der so genannte schwarze Bereich - abgespalten. Den so genannten weißen Bereich mit den Sparten Chemie (Degussa), Energie (Steag) und Immobilien bringt die Stiftung dann an die Börse. Die Einnahmen aus dem Börsengang soll die Stiftung nutzen, um die Folgekosten des Bergbaus, die so genannten Ewigkeitskosten, abzudecken. Mit dem Auslaufen der Bergbau-Subventionierung im Jahr 2018 schließen die letzten deutschen Steinkohlezechen.