67 000 Kubikmeter

Radioaktiver Müll: Kraftwerke des Bundes zu zwei Dritteln beteiligt

Von den 67 000 Kubikmetern radioaktiver Abfälle aus dem Jahr 2000 stammen zwei Drittel aus Anlagen des Bundes oder aus Anlagen, an denen der Bund beteiligt ist. Für das Jahr 2030 mit einem prognostizierten Abfallaufkommen von knapp 260 000 Kubikmetern werde sich dann das Verhältnis allerdings umgekehrt haben.

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Berlin (red) - Etwa zwei Drittel der etwa 67 000 Kubikmeter konditionierten radioaktiven Abfälle mit vernachlässigbaren Wärmeentwicklungen stammten im Jahr 2000 aus Anlagen des Bundes oder aus Anlagen, an denen der Bund beteiligt ist. Dies erklärte die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 15/4729) auf die Kleine Anfrage (Bundestagsdrucksache 15/4271) der FDP-Fraktion.

Für das Jahr 2030 werde dagegen ein Abfallaufkommen von knapp 260 000 Kubikmetern prognostiziert. Aufgrund der Stilllegung der Leistungsreaktoren werde sich dann das Verhältnis allerdings umgekehrt haben, so dass zwei Drittel der Abfälle dann in den Verantwortungsbereich der privaten Unternehmen fallen, führte die Regierung aus.

Auf die Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle erklärte die Regierung zudem, dass nach dem Gesetz zu dem Übereinkommen über nukleare Entsorgung, radioaktive Abfälle in dem Land endgelagert werden sollen, in dem sie produziert wurden. Daher sei eine Endlagerung deutscher Abfälle dieser Art sowie bestrahlter Brennelement auch in Deutschland geplant. In diesem Zusammenhang würden die Realisierungsbedingungen der Ein-Endlager-Zielsetzungen derzeit geprüft.