Prognosesicherheit

Quartalsbericht: Auch EnBW legt zu

Nach RWE und E.ON hat auch die Karlsruher EnBW AG ein positives Quartalsergebnis vorgelegt. EBITDA und EBIT stiegen im ersten Quartal 2004 um 31 bzw. 27 Prozent, der Operating Cashflow konnte mehr als verdreifacht werden. Die Investitionen verringerten sich im Vergleich zur Vorperiode.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Eine deutliche Verbesserung aller relevanten Unternehmenskennziffern im Vergleich zum Vorjahresquartal prägen auch beim Karlsruher Energieunternehmen EnBW die ersten drei Monate des Jahres 2004. Dies geht aus dem Quartalsbericht hervor, den der drittgrößte deutsche Stromversorger heute veröffentlicht hat.

"Mit dem ersten Quartalsbericht, den die EnBW je vorgelegt hat, unterstreichen wir einmal mehr unseren Anspruch an ein Höchstmaß an Transparenz. Unser Unternehmen will ein Vorbild sein hinsichtlich Offenheit, Ausführlichkeit und Prognosesicherheit gegenüber Aktionären, Kapitalmarkt und sonstiger Öffentlichkeit", betonte Prof. Dr. Utz Claassen. Es sei besonders erfreulich, so der EnBW-Chef, dass es nach dem schwierigen Verlustjahr 2003 und der umgehend eingeleiteten nachhaltigen Verbesserung der Kostenstruktur der EnBW gelungen sei, bereits im ersten Quartal 2004 in die schwarzen Zahlen zurückzukehren. Im Kerngeschäft konnte die EnBW den Umsatz um 7,8 Prozent von 2.501 Millionen Euro auf 2.696 Millionen Euro steigern. Insgesamt blieb der Umsatz mit 2.843 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal unverändert.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg im ersten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahresquartal um 31 Prozent von 479,4 Millionen Euro auf 626,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 27 Prozent von 268,1 Millionen Euro auf 341,4 Millionen Euro. Die absolut größten Steigerungen des EBIT konnten konsolidierungsbedingt im Geschäftsfeld Gas erzielt werden.

Mehr als verdreifacht werden konnte der Operating Cashflow von 69,3 Millionen Euro auf 246,8 Millionen Euro. Die Investitionen verringerten sich im Vergleich zur Vorperiode insgesamt um 68 Millionen Euro. Wesentliche Investitionen tätigte die EnBW vor allem im Kerngeschäftsfeld Strom mit 34,7 Millionen Euro. Auch der negative Trend der Entwicklung der Eigenkapitalquote konnte im ersten Quartal 2004 umgekehrt werden. Lag die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2003 noch bei 6,1 Prozent, belief sie sich zum 31. März dieses Jahres bereits auf 7,2 Prozent.

Trotz des sich abzeichnenden Turnarounds plädierte der EnBW-Chef dafür, das erfreuliche Ergebnis des ersten Quartals mit Zurückhaltung zu bewerten. Die EnBW habe noch sehr viel zu tun, um die für das Jahr 2006 gesteckten Ziele zu erreichen. Claassen: "Es liegen noch drei anstrengende Quartale in diesem Jahr vor uns. Wenn Sanierung, Konsolidierung und Neuausrichtung jedoch weiterhin so exzellent verlaufen wie in den zurückliegenden zwölf Monaten, dann bin ich überzeugt davon, dass auch am Ende des Gesamtjahres 2004 ein positives Ergebnis stehen wird."