Bis Freitag

Putin und Schröder eröffneten Hannover Messe

Auf der Hannover Messe 2005 präsentieren bis zum 15. April über 6000 Aussteller aus 60 Ländern technologische Neuentwicklungen für alle Industriebranchen. Flankiert von diversen Kongressen und Tagungen hat sich die Hannover Messe zu einer weltweit wichtigen Technologiemesse entwickelt.

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Hannover (red) - Gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern die Hannover Messe 2005 eröffnet. Als diesjähriges Partnerland der Technologiemesse will Russland in Hannover eine umfassende wirtschaftliche, politische und kulturelle Präsentation bieten.

Bundeskanzler Schröder forderte in seiner Eröffnungsrede u.a. eine Ausweitung der strategischen Partnerschaft mit Russland auf die gesamte Europäische Union. Die Beteiligung Russlands an der Hannover Messe sei ein wichtiges Zeichen für die guten und engen Beziehungen zwischen Deutschland, Europa und der Russischen Föderation. Russland sei nicht nur Deutschlands wichtigster Energielieferant, betonte Schröder, sondern ein außerordentlich zuverlässiger und berechenbarer dazu, sagte Schröder. Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen müssten aber über die Energiewirtschaft weit hinausgehen, etwa in der Hochtechnologie: mit einer unternehmens- und praxisbezogenen Technologiekooperation.

Der russische Präsident kündigte weitere Privatisierungen, Liberalisierungen der Märkte, Bürokratieabbau, Steuervereinfachungen und -erleichterungen sowie Infrastrukturverbesserungen für Unternehmen in Russland an. Die Beteiligung an der Hannover Messe sei ein "konkretes Angebot zur Zusammenarbeit", sagte Putin, insbesondere mit den russischen Regionen. Die russische Beteiligung sei die größte Leistungsschau der russischen Industrie außerhalb des eigenen Landes.

Auf der Hannover Messe 2005 präsentieren bis zum 15. April über 6000 Aussteller aus 60 Ländern technologische Neuentwicklungen für alle Industriebranchen. Mit dabei u.a. Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW, der sich unter dem Motto "Energie braucht Impulse" mit innovativen Produkten, kundenorientierten Energiedienstleistungen und Contractingmodellen präsentiert. Ziel ist es, Verbraucher auf ihrem Weg zu einer zukunftsorientierten Energieversorgung zu begleiten und Wege für einen effizienten und nachhaltigen Umgang mit Energie aufzuzeigen.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling indes hat für eine stärkere Nutzung der Biomasse als Energieträger geworben. Insbesondere für Landwirte sei die energetische Nutzung der Biomasse eine Alternative. "Die Produktion von Energiepflanzen für die Gewinnung von Biokraftstoffen, Wärme und Strom auf den nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion genutzten Flächen bietet den Landwirten neue Einkommensquellen und trägt zum Erhalt vorhandener und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei. Hinzu kommt, dass durch die Verwendung heimischer Ressourcen die Wertschöpfung in der Region bleibt. Es entstehen regionale Investitions-, Einkommens- und Beschäftigungseffekte. Die Erzeugung und Nutzung der Bioenergie ist somit aktive Wirtschaftspolitik im ländlichen Raum", führte Umweltminister Methling aus.