szmtag
25.09.2009, 09:32 Uhr

Strom-News

Energieriesen in Sibirien

Putin: Gazprom will Gas-Vorkommen in der Arktis ausbeuten

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat am Donnerstag die Chefs ausländischer Energiekonzerne - darunter auch E.ON-Chef Bernotat - zu einem ungewöhnlichen Treffen in Sibirien empfangen. Er öffnete dabei die Tür ein Stück weit zur Ausbeutung der Gasvorkommen in der Arktis, bei der sich auch ausländische Energiekonzerne beteiligen können.

Moskau (afp/red) - "Wir sind bereit für eine Partnerschaft. Deshalb haben wir Sie hierhin eingeladen", sagte Putin. An dem Treffenauf der Halbinsel Jamal, rund 2000 Kilometer nordöstlich von Moskau, nahm auch der Chef des deutschen Energieriesen E.ON, Wulf Bernotat, teil.

Gas-Vorkommen in der Arktis ausbeuten

Energieminister Sergej Schmatko sagte, Russland wolle "strategische ausländische Partner" bei der Ausbeutung der Gasvorkommen einbinden. Von den Unternehmen verspricht sich Moskau demnach "innovative Technologien", macht aber enge Zusammenarbeit mit russischen Einrichtungen und den Einsatz russischer Beschäftigter zur Voraussetzung. Die Gasvorkommen in Jamal werden auf 61 Billionen Kubikmeter geschätzt - sie sind damit riesig, aber in der arktischen Region schwer zugänglich. Die Rechte liegen beim staatlichen russischen Gasriesen Gazprom und dem unabhängigen Versorger Novatek.

Gazprom will Federführung behalten

Deutsche Konzerne wie E.ON oder die BASF-Tochter Wintershall sind seit mehreren Jahren an der Ausbeutung russischen Gases in Sibirien beteiligt. In der Regel pocht Moskau dabei darauf, dass die Federführung bei den Projekten bei Gazprom liegt. Um die Beteiligung an solchen Projekten ist ein Wettlauf zwischen den internationalen Gaskonzernen entbrannt.

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

Putin: Gazprom will Gas-Vorkommen in der Arktis ausbeuten

"
  • Gaskunden haben die Wahl zwischen 12 Anbietern
    Gas Erdgas-Kunden in Deutschland profitieren der Energiebranche zufolge zunehmend vom wachsenden Wettbewerb unter den Versorgern. Haushalte könnten im bundesweiten Durchschnitt mittlerweile unter einem Dutzend Gas-Anbietern je Postleitzahlgebiet wählen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag in Berlin mit.
  • Kartellamt nimmt Preise von Gasversorgern ins Visier
    Geld Das Bundeskartellamt hat überhöhten Preisen von Kommunen und Stadtwerken einen Riegel vorgeschoben. Ein Gasversorger hatte überhöhte Netzgebühren von anderen Gasanbietern verlangt, nun muss das Unternehmen die zu viel gezahlten Gebühren für das Gasnetz zurückzahlen.
  • TelDaFax erweitert Vertriebsgebiet - 2 Monate Gas kostenlos
    TelDaFax Energy TelDaFax erweitert seine Liefergebiete für Erdgas und ist damit nun in etwa auf einer Fläche 70 Prozent von Deutschland verfügbar. Wer noch bis zum 30. September einen Gasliefervertrag mit TelDaFax abschließt, erhält bis zu zwei Monate Gas kostenlos.
  • Entega: Bei Tarifwechsel bis zu 200 Euro sparen
    Entega Logo Entega senkt die Preise und führt einen neuen Gastarif ein. In dem neuen Tarif "Naturbalance" kann ein Haushalt im Vergleich zum alten Tarif Clever Gas regional jährlich bis zu 200 Euro sparen. Außerdem werde das CO2, das bei Verbrennung entsteht, durch Wiederaufforstung von Wäldern kompensiert.
  • Gazprom: Erneutes Gaslieferstopp für Europa möglich
    Europa und Russland In Europa könnte es nach Einschätzung des russischen Energiekonzerns Gazprom auch im kommenden Jahr zu einer Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland kommen. "Da gibt es ein politisches Risiko", sagte Gazprom-Chef Alexej Miller mit Blick auf die Ukraine am Samstag vor Experten in Moskau.
Strompreise
Strom-Infos
Strom kündigen
Ratgeber und Infos
?>