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P&T Technology AG: Positive Entscheidung für Offshore-Windpark in Polen

Das Hamburger Projektierungshaus P&T hat die Planungsrechte für den ersten polnischen Offshore-Windpark erhalten. Ab 2003 sollen dann 61 Anlagen in der Seeregion Bialogora errichtet werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die börsennotierte P&T Technology AG plant, vor der Küste Polens einen Offshore-Windpark mit insgesamt 61 Anlagen zu errichten. Die dazu gegründete Projektgesellschaft "Offshore Poland P+T & Friends Sp.z o.o.", Koszalin, hat vom staatlichen Seeamt in Warschau einen positiven Bescheid für die Entwicklung des Offshore-Windparks in der Region Bialogora, in Küstennähe der polnischen Stadt Slupsk erhalten.

Damit hat P&T die Planungsrechte für den ersten polnischen Offshore-Windpark erworben. Der zustimmende Bescheid des staatlichen Seeamtes macht die Erbringung einzelner Studien zur Auflage für die Erteilung der Baugenehmigung. Mit der Erstellung dieser Studien wurde das Hydrografische Institut in Danzig betraut. Die Aufwendungen für diese Untersuchungen betragen für die nächsten 18 Monate voraussichtlich insgesamt eine Millionen Euro. "Wir rechnen mit einer Genehmigung unseres Offshore-Projektes Ende 2003", gibt Jens Peters, Vorstandsvorsitzender der P&T Technology AG, den Zeitplan wieder. "Mit dem Bau der 61 Anlagen könnte dann zügig begonnen werden." Das Hamburger Projektierungshaus hält sich dabei bewusst die Option offen, die maritimen Standorte wahlweise mit zwei Megawatt oder drei Megawatt-Windkraftanlagen auszustatten. "Das hängt davon ab, mit welchen Herstellern wir zusammen arbeiten werden", erklärt Jens Peters.

Der Standort in der polnischen Seeregion Bialogora liegt fünf Seemeilen vor der Küste und verfügt über Meerestiefen zwischen 4 und 20 Metern. In diesen verhältnismäßig flachen Gewässern können Windkraftanlagen mit einer einfachen Pfahlgründung als Fundament ausgestattet werden. Auch die Verkabelung des Windparks mit dem Festlandnetz ist angesichts einer Entfernung zur Küste von neun Kilometern leichter möglich. "Dadurch haben wir geringere spezifische Offshore-Kosten, im Vergleich zu vielen geplanten deutschen Offshoreprojekten, die meist mehr als 30 Kilometer von der Küste bei größeren Wassertiefen liegen werden", so Peters abschließend.