Strom speichern

Pumpspeicher sollen regenerative Stromgewinnung unterstützen

Um die Integration von erneuerbaren Energien voranzutreiben, muss die Speicherkapazität erhöht werden. Hierfür soll künftig unter anderem ein Pumpspeicherwerk im Südschwarzwald zum Einsatz kommen. Die dena befürwortet den Bau des Speichers und erläutert, warum solche Speicher sinnvoll sind.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutschland brauche mehr Stromspeicher, so der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), Stephan Köhler. Denn Wind- und Solaranlagen sind abhängig von der Witterung und erzeugen nicht immer zu dem Zeitpunkt Strom, wenn er benötigt wird. Pumpspeicherwerke seien laut Köhler auf absehbare Zeit die flexibelste, effizienteste und wirtschaftlichste Speicherlösung.

Vorteile des Pumpspeicherwerks Atdorf

Mit einer Leistung von 1400 Magawatt könne das geplante Werk in Atdorf zwischen 2020 und 2030 insgesamt bis zu 3,7 Milliarden Kilowattstunden an überschüssiger Energie zusätzlich nutzbar machen. Das entspricht der Strommenge, die alle Wind- und Solaranlagen in Deutschland im Jahr 2009 erzeugt haben. Das geht aus dem Gutachten der dena hervor.

Pumpspeicherwerke sind besonders flexibel

Überschüssiger Strom wird dafür genutzt, um Wasser in ein höher gelegenes Becken zu pumpen. Wird die Energie wieder gebraucht, kann man sie über eine Turbine wieder in Strom umwandeln und ins Netz einspeisen. Somit lassen sich kurzfristig Schwankungen im Netz ausgleichen. Die dena bewertet den Standort Atdorf als vorteilhaft, weil dadurch Netzengpässe im Süden des Landes gedeckt werden könnten.