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Protestportal gegen Kohlekraftwerke geht online

Ab sofort gibt es ein neues Internetportal, das den Protest gegen neue Kohlekraftwerke bündelt. Dort gibt es neben Hintergrundinformationen und einer interaktiven Karte auch Infos, wenn man selbst aktiv werden möchte. Die "Klima-Allianz" weist darauf hin, dass die meisten Projekte aufgrund des öffentlichen Protests gekippt wurden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) – Die "Klima-Allianz" ist ein Bündnis von rund 100 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Kirche, Jugend, Verbraucherschutz, Gewerkschaften und anderen. Diese Klima-Allianz hat nun ein neues Internetportal zum Protest gegen Kohlekraftwerke online gestellt. Das Portal kohle-protest.de richtet sich aber nicht nur gegen die Nutzung von Kohlekraft, sondern auch gegen das Bauen neuer Kraftwerke. Dazu gibt es verschiedene Hintergrundinformationen sowie eine interaktive Karte, die die verschiedenen Standorte zeigt.

Bis zu 13 Kohlekraftwerke verhindert

Neben den "Erfolgsgeschichten" der bereits 13 aufgegebenen bzw. verhinderten Kohlekraftwerksprojekte untersuchte die Klima-Allianz nach eigenen Angaben für jeden der derzeit geplanten 24 Kohlekraftwerks-Standorte die anstehenden Vorhaben, die lokale politische Situation und den Protest vor Ort. Neue Kohlekraftwerke würden von immer mehr Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Schichten abgelehnt, so Daniela Setton, Energie-Expertin bei der Klima-Allianz.

Die Klima-Allianz fordert ein Moratorium für den Bau neuer Kohlekraftwerke, um den Aufbau einer klimaverträglichen Energieversorgung nicht zu behindern. Neue Kohlekraftwerke würden 40 Jahre lang laufen und damit alle längerfristigen Klimaschutzziele sabotieren. Das Engagement gegen neue Kohlekraftwerke gehört deshalb zu den Schwerpunktaktivitäten des Bündnisses.

Bis zu 70 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoß

Durch verhinderte bzw. aufgegebene Kohlekraftwerke konnten in Deutschland nach Berechnungen der Allianz seit 2007 Emissionen in Höhe von etwa 70 Millionen Tonnen CO2 jährlich vermieden werden. Die Mehrzahl dieser Planungen kippte aufgrund des öffentlichen Protests, so die Energie-Expertin.