Unfall am 26. April 1986

Proteste zum Tschernobyl-Jahrestag vor AKW Krümmel

Zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wollen Anti-Atomkraftgruppen vor dem AKW Krümmel protestieren. Mit Musik, Theater und Aktionen soll am 26. April ein "deutliches Zeichen gegen das Wiederanfahren des 'Leukämiereaktors' Krümmel" gesetzt werden, so die Veranstalter.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Geesthacht (ddp-nrd/red) - Am 26. April 1986 war Block 4 des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl explodiert. Eine radioaktive Wolke zog über halb Europa. In der Ukraine, in Weißrussland und Russland wurden weite Landstriche dauerhaft verstrahlt.

Die Anti-Atomkraftgruppen fordern, die beiden seit Sommer 2007 nach Pannen stillstehenden schleswig-holsteinischen AKW Brunsbüttel und Krümmel nicht wieder in Betrieb zu nehmen. "Die langen Stillstände der Reaktoren in Krümmel und auch Brunsbüttel zeigen, dass wir den Atomstrom nicht brauchen", sagte Jürgen Fahrenkrug von der bundesweiten Anti-Atomkraftkampagne "ausgestrahlt".

Am 26. April soll vom Alten Bahnhof Bergedorf aus ein historischer Sonderzug starten. Zeitgleich ist von dort aus auch eine Fahrradtour bis vor das AKW geplant. Informationen gibt es unter contrAtom.de/tschernobyl.