Zuwachs

Prominenter Atomkraftgegner im EnBW-Beirat

Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, ist der Ex-Grünen-Politiker Rezzo Schlauch, ehemaliger Fraktionschef und Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, seit vergangenem Jahr Mitglied im Beirat des baden-württembergischen Energiekonzerns EnBW.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Wie das Blatt weiter mitteilt, wurde die neue Aufgabe Schlauchs, der inzwischen wieder als Anwalt tätig ist, erst jetzt durch den Geschäftsbericht der EnBW bekannt. In einer Stellungnahme verlautet aus dem Unternehmen, dass seine Mitwirkung einem "repräsentativen Abbild gesellschaftlicher Wahrnehmungen" diene und den Dialog fördere. Dazu Rezzo Schlauch: Er gebe seine ablehnende Haltung zur Kernkraft natürlich "nicht an der Garderobe ab", sondern vertrete sie in dem Gremium "sehr deutlich". Ihm gehe es darum, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.

Aufgabe des Beirats sei es, so EnBW, "das Unternehmen zu relevanten Fragen seines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeldes konstruktiv-kritisch zu beraten und dabei auch die gesellschaftlichen Wahrnehmungen vom Handeln und vom Erscheinungsbild des Unternehmens zurückzuvermitteln". Weitere Mitglieder des inzwischen 37-köpfigen Gremiums sind nach Zeitungsangaben, u.a. Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn), Klaus Mangold (Daimler-Chrysler), SWR-Direktor Willi Steul, Präsident Erwin Staudt vom VfB Stuttgart, der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster sowie die ehemaligen Bundesminister Klaus Kinkel, Theo Waigel und Matthias Wissmann.

Weiterführende Links
  • Der Artikel in der Stuttgarter Zeitung