Umwandlung

Prokon wird als Genossenschaft weitergeführt

Die Firma Prokon befindet sich nicht länger in einem Insolvenzverfahren. Die Windenergie-Firma wurde offiziell in eine Genossenschaft umgewandelt, die aus 37.000 Mitgliedern besteht. Geführt wird sie von Kai Peppmeier und Andreas Knaup.

Stromerzeugung© E. Schittenhelm / Fotolia.com

Itzehoe (dpa/red) - Eines der größten Insolvenzverfahren in Deutschland ist zu Ende. Das Verfahren über das Vermögen der Windenergie-Firma Prokon sei zum Ende des Monats aufgehoben, teilte das Amtsgericht am Donnerstag in Itzehoe mit. Zuvor hatten sich die Gläubiger dafür entschieden, das Unternehmen als Genossenschaft weiterzuführen und nicht an den Energiekonzern EnBW zu verkaufen. Inzwischen ist Prokon umgewandelt und firmiert als Prokon Regenerative Energien eG.

Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin wird weiter die Abwicklung des Insolvenzplans überwachen. Prokon wird nun von einer Doppelspitze mit Kai Peppmeier und Andreas Knaup geführt.

Prokon-Genossenschaft hat 37.000 Mitglieder

Bei Prokon hatten zum Zeitpunkt der Überschuldung 75.000 Anleger rund 1,4 Milliarden Euro in Genussscheinen angelegt. Die neue Prokon-Genossenschaft hat mehr als 37.000 Mitglieder, die sich für die Umwandlung ihres Genusskapitals in Genossenschaftsanteile entschieden haben. Die Anleger haben ungefähr die Hälfte ihres Kapitals eingebüßt. Die neuen Genossen hoffen, dass ihr Unternehmen durch wirtschaftlichen Erfolg wieder an Wert gewinnt.

Quelle: DPA