Erlöse

Prokon will rund 50 Millionen an Gläubiger auszahlen

Ein Teil der Prokon-Gläubiger kann auf weitere Auszahlungen hoffen. Die einst insolvente Firma konnte zwei Waldstücke in Rumänien verkaufen. Rund 50 Millionen Euro sollen ausgezahlt werden.

Offshore Windenergie2014 war für Prokon ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden.© psdesign1 / Fotolia.com

Hamburg - Rund 56.000 Gläubiger des einstmals Pleite gegangenen Windenenergieanbieters Prokon sollen eine weitere Auszahlung auf ihrer Forderungen erhalten. Der Verkauf zweier rumänischer Wälder an einen Großinvestor sei gelungen, teilte der Geschäftsführer der Abwicklungsgesellschaft, Rechtsanwalt Stefan Denkhaus, am Mittwoch in Hamburg mit. Sämtliche Verkäufe hätten zu Erlösen geführt, die über den im Insolvenzplan angesetzten Schätzwerten liegen. Daher werde eine Auszahlung von mindestens 50 Millionen Euro ab Dezember 2016 vorbereitet.

Prokon wird als Genossenschaft weitergeführt

Das 2014 eingeleitete Insolvenzverfahren war im Folgejahr wieder aufgehoben worden. Das Unternehmen mit Sitz in Itzehoe (Schleswig-Holstein) wurde als Genossenschaft mit den Bereichen Windenergie und Stromhandel fortgeführt. Vermögensgegenstände, die nicht zum Kerngeschäft gehören, werden von der eigens gegründeten Gesellschaft veräußert. Einen Anspruch haben Gläubiger, die ihre Forderungen nicht in Anteile an der Genossenschaft getauscht haben. Sie müssen bei einer zu erwartenden Quote von insgesamt 57,8 Prozent auf nahezu die Hälfte ihrer Forderungen verzichten.

In die vorherige Prokon hatten rund 75.000 Anleger 1,4 Milliarden Euro investiert. Die heutige Genossenschaft hat rund 38.000 Mitglieder.

Quelle: DPA