Jahresbericht

proKlima: Steigende Nachfrage nach Förderprogrammen

Der enercity-Fonds proKlima verzeichnete im vergangenen Jahr eine starke Nachfrage seiner Förderungsprogramme, was unter anderem auf das hohe Energiepreisniveu zurückzuführen sei. Seit dem Start des Fonds im Jahr 1998 seien bislang rund 35 Millionen Euro Fördergelder ausgezahlt worden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Laut dem proKlima-Jahresbericht 2006 wurden im vergangenen Jahr sowohl der Altbauetat in Höhe von 2,2 Millionen Euro als auch das Neubauförderbudget von 450.000 Euro komplett ausgeschöpft. Zudem musste die Förderung von 176 Altbau-Anträgen und 34 Neubau-Anträgen auf das Jahr 2007 verschoben werden. Als Gründe für die große Resonanz sieht proKlima das hohe Energiepreisniveau, die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung sowie die durch die proKlima-Förderpolitik gesetzten Impulse.

Im Solarwärme-Förderprogramm seien im Jahr 2006 insgesamt fast 300.000 Euro und damit 20 Prozent mehr Fördergelder als im Vorjahr bewilligt worden. Die Fördersummen in den Schul- und Vereinsgebäudeprogrammen beliefen sich 2006 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt flossen 3,2 Millionen Euro in die proKlima-Breitenförderprogramme. Im letzten Jahr unterstützte proKlima erneut herausragende Einzelprojekte. So erstmals den Bau von zwei Geschäftszentren sowie eines Altenheims im Passivhausstandard. Außerdem bezuschusste der enercity-Fonds den Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen. Insgesamt seien für diese Einzelprojekte und Sonderförderbereiche im vergangenen Jahr rund 2 Millionen Euro bereitgestellt worden.

Von 1998 bis 2006 habe der enercity-Fonds proKlima mehr als 13.000 Förderanträge bewilligt und rund 35 Millionen Euro Fördergelder ausgezahlt. Gemeinsam vermeiden alle von in diesem Zeitraum geförderten Projekte den Ausstoß von jährlich rund 71.000 Tonnen Kohlendioxid.

Der von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie der Stadtwerke Hannover AG (enercity) finanzierte Fonds rücke zudem auch international in den Blickpunkt. So habe die KfW-Förderbank von proKlima ausgearbeitete Kriterien in das neue CO2-Gebäudesanierungsprogramm übernommen. Zudem arbeitet der enercity-Fonds bei EU-Projekten mit, die Effizienztechniken weiterentwickeln.