Erfolgreiche Bilanz

proKlima legt Jahresbericht 2005 vor

Im letzten Jahr bewilligte der enercity-Fonds proKlima im Rahmen der Breitenförderprogramme 1416 Anträge zu Energiespar-Maßnahmen mit einem Fördervolumen von knapp 3,25 Millionen Euro. Dies geht aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht 2005 hervor.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Mit dem Klimaschutzfonds proKlima werden Energiespar-Maßnahmen in Neu- und Altbauten im Großraum Hannover gefördert. Die Palette reicht von der Verbesserung der Wärmedämmung bis hin zur Installation von Solaranlagen oder Holzpellet-Heizungen.

Manfred Görg, Leiter der Geschäftsstelle proKlima, freut sich über die Nachfrage und hat gerade bei Solaranlagen einen besonderen Zuwachs registriert: 156 geförderten Projekten stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent.

Der größte Teil der Fördergelder sei 2005 erneut in das Altbau-Förderprogramm geflossen, erläutert Görg. So wurden 5.044 Wohnungen mit Unterstützung von proKlima modernisiert. Im Neubau-Förderprogramm unterstützte proKlima im vergangenen Jahr den Bau von 99 hocheffizienten Niedrigenergiehäusern. Dies seien ungefähr acht Mal so viele wie im Jahr 2004. Hinzu komme der Bau von acht Passivhäusern.

"Mit unserer Förderung können sich die erforderlichen Mehrinvestitionen bereits nach kurzer Zeit amortisieren. Und durch den höheren Wohnkomfort zahlt sich energieeffizientes Bauen bereits von Anfang an aus", betont Görg.

proKlima wird von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie den Stadtwerke Hannover AG (enercity) finanziert. Im Jahr 2006 kann der Klimaschutzfonds den Angaben zufolge auf ein Fondsvolumen von rund fünf Millionen Euro zurückgreifen. Die Stadtwerke Hannover zahlen nach eigenen Angaben mehr als 75 Prozent dieser Summe ein.

Seit der Gründung des Fonds im Jahr 1998 hat proKlima mit mehr als 30 Millionen Euro Klimaschutzmaßnahmen unterstützt. Alle bislang vom enercity-Fonds geförderten mehr als 12.000 Projekte vermeiden den Ausstoß von jährlich zirka 64.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Im Vergleich dazu: Um die gleiche Menge des Treibhausgases innerhalb eines Jahres zu binden, wären andernfalls rund 11.500 Hektar junger Wald notwendig. Außerdem fördert proKlima die Entwicklung innovativer Produkte und die Weiterbildung von Handwerkern, Architekten und Qualitätssicherern.

Der Jahresbericht wird im Internet zum Download angeboten.

Weiterführende Links
  • Der proKlima-Jahresbericht zum Download (PDF)