In Bremen und Niedersachsen

Projekt zur Untersuchung der Qualifizierungsbedarfe für On- und Offshore-Windenergie

In Bremen wurde jetzt ein Projekt zur Untersuchung der Qualifizierungsbedarfe für On- und Offshore-Windenergie mit einem Experten-Workshop gestartet. Das Projekt, das von der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen und von der EU gefördert werden soll, wurde von der Stadt Cuxhaven, dem Landkreis Cuxhaven und der Stadt Bremerhaven initiiert.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Jürgen Enkelmann und Nils Schnorrenberger, Wirtschaftsförderer der Städte Cuxhaven und Bremerhaven sind sich einig: "Der norddeutsche Arbeitsmarkt soll weiter von der Entwicklung der Windenergie an Land, und in Zukunft auch Offshore, profitieren. Dazu müssen die Weichen insbesondere in der Aus- und Weiterbildung rechtzeitig gestellt werden."

Auf dem Workshop informierte die Cuxhavener Plambeck Neue Energien AG über die bestehenden und über künftige Qualifikationsbedarfe bei der Planung von Windparks. Die aus Oldenburg stammende OWT Offshore Wind Technology GmbH und der niedersächsische Spezialist für Offshore-Fundamenttechnik, die Menck AG, gingen auf die bei den Zulieferern und Dienstleistern im Offshore Bereich entstehenden Bedarfe ein. Aber auch die bereits jetzt beim Bau von Windkraft-Komponenten benötigten Qualifikationen wurden thematisiert: Die in Bremen beheimatete Stahl-Service-Center GmbH berichtete von den technischen Entwicklungen im Turmbau und deren Auswirkungen auf die Personalentwicklung. Die für die Herstellung von Rotorblättern benötigten Qualifikationen im Bereich der Glasfaserverbundkunststoffe wurden vom Bremer Arbeiter-Bildungs-Centrum der Arbeitnehmerkammer gGmbH dargestellt. Das Bildungszentrum Enerneuerbare Energien (BZEE) aus Husum konnte bei seinem Vortrag zum Thema "Service und Wartung" auf jahrelange Erfahrungen bei der Qualifizierung von "Service- und Wartungstechnikern für Windkraftanlagen" zurückgreifen. Der Bremer Anlagenhersteller AN Windenergie GmbH ging auf die im Bereich "Montage und Logistik" notwendigen Qualifikationen ein.

Das Projekt wird von der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) und der Niedersächsischen Energie-Agentur (NEA) in Kooperation mit dem an der Universität Bremen ansässigen Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW) und der Hannoveraner Target GmbH durchgeführt. Der Abschluss-Bericht soll im Januar 2004 veröffentlicht werden. Babette Dunker, Projektleiterin bei der WAB: "Wir wollen mit der Untersuchung dazu beitragen, dass auf die Branche ausgerichtete Studienmodule und Qualifizierungsangebote entwickelt werden können. Damit wollen wir die Branche bei Ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützen und zur Qualitätssicherung beitragen."