Nische

Prognose: Nur ein Prozent E-Autos bis 2018

Der Chef für Elektroantriebe im VW-Konzern, Rudolf Krebs, sieht rein batteriebetriebene Fahrzeuge absehbar kaum aus ihrer Nische kommen. 2018 sei es realistisch, dass ein Drittel aller konzernweit abgesetzten Autos, die einen Ladestecker haben, rein elektrisch sind, sagte Krebs am Mittwoch in Wolfsburg. Der Rest entfalle auf Hybride, die herkömmliche Verbrennungsmotoren mit neuen E-Antrieben kombinieren.

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Wolfsburg (dpa/red) - Volkswagen rechnet früheren Angaben zufolge damit, dass drei Prozent des Konzernabsatzes 2018 einen Ladestecker haben werden. Auf Basis des Absatzziels der zehn Millionen für 2018 wären das 300.000 Autos, ein Drittel davon wären 100.000 E-Fahrzeuge.

Reine E-Autos als Zweitwagen oder in Fuhrparks

Krebs betonte, dass es sich bei seiner Einschätzung nicht um eine Konzernplanung handele. "Das ist meine persönliche Meinung, eine reine Schätzung", sagte er. Konzernchef Martin Winterkorn hatte sich vor einigen Wochen ähnlich geäußert. "Die reinen Elektrofahrzeuge wie der E-Up oder der E-Golf werden zunächst wohl eher Zweitwagen bleiben oder in Fuhrparks eingesetzt." VW stellt auf der Weltleitmesse IAA nächste Woche die Elektrovarianten der Modelle Up und Golf vor.

In Deutschland sollen nach dem Willen der Bundesregierung schon im Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Doch teure Batterien und geringe Reichweiten sorgen für Anlaufschwierigkeiten.

Quelle: DPA